Den Weihnachtsbaum einfach aufessen!
Liebt ihr auch waldige Aromen so sehr? Dann könnt ihr euren Weihnachtsbaum nicht nur zum Angucken nutzen, sondern auch für viele kulinarische und heilkundliche Rezepte. Die Bäume wachsen jahrelang um ein paar Tage im Wohnzimmer zu leuchten, wäre es nicht wunderbar, wenn sie danach nicht einfach in den Müll wandern?
Bitte denkt dabei immer daran, dass die Bäume unbehandelt sein sollten. Denn JA – die meisten Weihnachtsbaumplantagen sind sehr großzügig mit Spritzmitteln! Achtet auch beim Sammeln in
der Natur darauf, dass ihr nicht direkt an der Straße erntet oder im Naturschutzgebiet sammelt. Es gilt: ein Handstrauß darf mit nach Hause.
Ich habe euch heute ein Rezept mit der Tanne mitgebracht. Die Nadeln schmecken herb, waldig und nach Zitrus. Tannen kann man u. a. sehr gut an den feinen weißen Streifen auf der Rückseite der Nadeln erkennen und dem sehr regelmäßigen Aufbau der Äste.
Achtung beim Sammeln: Tannen nicht mit der tödlich giftigen Eibe verwechseln!
Du brauchst Anleitung beim Kräutersammeln?
Erkennen, Sammeln und Nutzen von unseren essbaren und heilsamen Wildkräutern - das macht eine Menge Sinn und Freude. Ich freue mich, wenn du mal live dabei sein möchtest bei einer Kräuterwanderung, einem Workshop oder sogar einer ganzen Woche mit Wildkräutern.
EIBE UND TANNE UNTERSCHEIDEN
Eindeutige Unterscheidungsmerkmale:
LINKS: Tanne/ RECHTS: Eibe, beide Zweige werden hier von der Rückseite gezeigt.
• Tannen haben zwei weiße Streifen auf der Rückseite, Eiben sind durchgängig grün
• die Zweige der Tannen sind komplett verholzt (braun), die Eiben an der Spitze nicht (grün)
• Tannen haben bräunliche Knospen, bei der Eibe sind sie kugelig grün
KEIN SPAß! Eiben sind töglich giftig, schon kleine Mengen reichen aus! Scho 50-100 g Nadeln können tödlich sein, in den Samen ist die Dosierung der giftigen Taxane noch höher. Es gibt KEIN Gegengift.
Rezept für Tannen-Marzipan
🌲 100 g Pistazien (ohne braune Haut, ungesalzen) werden im Mixer so lange gemahlen, bis sie leicht klebrig werden. Das ist die Vorstufe für euer Pistazien Marzipan. Immer wieder die Masse vom Rand runterschieben, wieder mixen.
🌲 7 EL Zucker fein mahlen oder mörsern, so dass er pudrig wird. 2-3 EL ganze Tannennadeln fein schneiden und dann entweder mörsern oder auch mixen, direkt mit dem Zucker. Hier könnt ihr auch mit dem Pürierstab arbeiten. Dann ggf. noch sieben, so dass grobe Stückchen herausgefiltert werden. Den Tannenpuderzucker braucht ihr gleich für die Herstellung der Pralinen. Reste für spätere Backwerke nutzen, hält sich gut!
🌲 Zu den gemahlenen Pistazien gebt ihr nun 1 TL Mandelöl, 2 EL von euerem Tannen-Zucker und 1 EL Rosenwasser. Das ganze weiter mixen oder mit den Händen verkneten, so dass ein fester Teig entsteht. Euer Marzipan ist fertig!
🌲 Hieraus formt ihr nun kleine Bällchen und wälzt sie in dem Tannen-Zucker.
Ein besonderer Tipp: meine Kollegin Victoria Lorenz von VILDVUCHS hat ein großartiges Ebook und nun auch gebundenes Buch rund um essbare Nadelbäume herausgebracht. Wenn du in das Thema einsteigen möchtest, kann ich es dir nur ans Herz legen. HIER findest du das Buch.
Nadelbäume im Frühling und Sommer nutzen? Ja klar, geht das ganze Jahr über! Bei meiner Kräuterwoche im Juni in Bayern werden wir ausgiebig mit ihnen kochen.






