grüne Buchweizenpfannkuchen mit Knoblauchrauke

Grüne Buchweizenpfannkuchen mit Knoblauchrauke


... grün, grün, grün ist alles was ich mag! Und zwar nicht nur meine Kleider, sondern besonders mein Essen. Man kann mit Pflanzen wunderbar grün färben und dem Essen den besonderen Kick geben.  In diesem Rezept ist die Knoblauchrauke in den Teig hinein püriert. Besonders Teig lässt sich gut einfärben, egal ob Brote, Nudeln & Co.

 

Der Buchweizen stammt aus Deutschland (Bezugsquelle Biohof Lex). Für Menschen, die unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder einer Sensitivität auf entsprechende Getreide oder deren Inhaltsstoffe  leiden, ist Buchweizen gut geeignet. Buchweizen gehört nicht zu den Gräsern, sondern ist ein Knöterichgewächs (wie Sauerampfer z. B.). Wir essen also den Fruchtsamen der Pflanze. Und dieser enthält viele verdauungsfördernde und giftstoffbindende Ballaststoffe, alle essentiellen Aminosäuren und Vitamine der B Gruppe. Dazu sind die Kernel gefüllt mit viel Magnesium, Kupfer... aber ich möchte hier gar nicht in zu solche Werte abschweifen. Insgesamt ist der Buchweizen ein sehr gesundes Lebensmittel. Buchweizen hat einen ganz eigenen Geschmack, den ich mittlerweile sehr zu schätzen gelernt habe.

 

Das Mehl für die Pfannkuchen habe ich selber gemahlen. Du hast dazu nicht die Möglichkeit? Kauf einfach fertig gemahlenes oder nutz das Angebot in Naturkostläden, in denen man frisch mahlen kann. Denn frisch gemahlenes Korn enthält nicht nur mehr Vitalstoffe, sondern schmeckt viel intensiver. Und allein der Duft beim Mahlen ist schon Anregung für die Geschmacksknospen. Auf jeden Fall ist meine Getriedemühle eine der sehr guten Entscheidungen in meinem Leben und die Geräte halten einfach auch mal 20 Jahre. Es lohnt sich.

 


Rezept

4 Personen

 

150 g Buchweizenmehl

3 Handvoll Knoblauchrauke

ca. 300ml Sprudelwasser und (Hafer)Milch gemischt

1/2 TL Salz

Abrieb einer halben Bio Zitrone

Backpulver

 

Backschüssel, Pürierstab, Gabel

 

Tipp: Die Kräutermenge bestimmt die Stufe des Grüntons. Es kann mit Kräutern nach Wahl oder Mischungen gearbeitet werden.

Das Mehl mit Salz mischen und zu gleichen Teilen mit Sprudelwasser und Hafermilch zu einem Pfannkuchenteig rühren. Das geht wunderbar mir einer Gabel. Flüssigkeit immer nach und nach hinzu geben, damit der Teig nicht zu flüssig wird. Dann die Kräuter grob schneiden und mit dem Pürierstab in die Mischung pürieren. Der Teig wird bald hübsch grün. Zitrone dazu geben und ggf. nachsalzen. Nur leicht pürieren zum Ende und dann das Backpulver dazu geben und gut, aber kurz unter mengen. Das ist insbesondere bei Weinsteinbackpulver wichtig, da es sonst die Triebfähigkeit verliert. Der Teig kann jetzt noch etwas ruhen und das Mehl Feuchtigkeit aufnehmen.

 

Öl in einer Pfanne erhitzen und nach und nach Pfannkuchen ausbacken. Ich mache gerne kleinere Portionen, aber das ist reine Geschmackssache.

 

Übrige Pfannkuchen am nächsten Tag mit Dipp bestreichen und Kräuter einwickeln. Die Rolle dann in Streifen schneiden und auf Zahnstocher setzen. Bestens als Vorspeise geeignet. 

Viel Freude beim Sammeln und Kochen wünsche ich!



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